


Wie kann man Balladen so spannend gestalten, dass ein ganzer Jahrgang gebannt zuschaut? Die Antwort darauf bekamen die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen am Mittwoch, dem 28. Oktober 2026, bei einem besonderen Balladentheater im Mehrzweckraum.
In der dritten und vierten Stunde präsentierten Friedrich Raad und sein „Theater der Dämmerung“ bekannte Balladen auf eindrucksvolle Weise. Viele der aufgeführten Werke kannten die Siebtklässler bereits aus dem Deutschunterricht. Doch auf der Bühne wurden die Texte lebendig und lösten bei den Zuschauenden Begeisterung aus.
Nach einer kurzen Begrüßung begann die Vorstellung mit Schillers Ballade „Der Handschuh“. Das Theater nutzt Licht- und Schattenspiele mit beweglichen Scherenschnittfiguren. Hinter einer Leinwand bewegten zwei Schauspieler selbst gebastelte Figuren, deren Schatten sich erstaunlich echt bewegten, indem sie ihre Arme und Beine beugen, laufen und sich hinsetzen konnten.
Außerdem konnten die Schülerinnen und Schüler die Balladen „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane und „Die Goldgräber“ von Emanuel Geibel noch als Scherenschnittspiel bewundern.
Doch auch die Balladen „Der Zauberlehrling“ und „Der Erlkönig“ von Goethe und „John Maynard“ von Theodor Fontane, die von Herrn Raad ohne Scherenschnitte, aber mit viel Ausdruck und Gefühl auf der Bühne vorgetragen wurden, zogen das Publikum in ihren Bann.
Zum Abschluss kehrte Friedrich Raad noch einmal unter großem Applaus auf die Bühne zurück und präsentierte passend zur Jahreszeit die gruselige Ballade „Der Knabe im Moor“ von Annette von Droste-Hülshoff. Danach hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, Fragen zu stellen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dabei konnten sie die kunstvoll gebastelten und technisch anspruchsvollen Figuren und Requisiten aus nächster Nähe betrachten.
Die Aufführung zeigte eindrucksvoll, dass Balladen viel mehr sind als trockene Texte im Deutschbuch.

