
Es ist ein Nachruf auf einen sehr liebenswerten Kollegen.
Siggi Schmalor begegnete mir zum ersten Mal im Spätherbst 1991.
Er war einer der Kollegen, die sich jeder Referendar wünscht: ruhig, freundlich, kompetent, seine guten Unterrichtsideen bereitwillig teilend.Mit ihm zusammenzuarbeiten, zu singen und zu musizieren, war schön und oft lustig und ganz unkompliziert. Selbst in stressigen Zeiten – denn die gab es natürlich auch für ihn, den Initiator des Schulkonzertes – blieb er eher gelassen.
Doch wenn es um Gerechtigkeit und die Sicherheit der Schüler ging, konnte man noch eine andere Seite an ihm kennenlernen: Zielstrebig, zuweilen kämpferisch verfolgte er Probleme, bis sie gelöst waren. Bewundernswert, dass er dabei kein Blatt vor den Mund nahm und sich nicht einschüchtern ließ.
Siggi Schmalor war nicht nur ein guter Musiker und Künstler, sondern auch sehr sportlich. Er leitete die Tischtennis-AG, das Streich- und Zupforchester und übte mit dem Lehrerchor vor den Schulkonzerten.
Nach dem letzten Schulkonzert kam er zu uns auf die Bühne, wir erzählten und lachten gemeinsam, und als uns sein Enkel fotografierte, ahnten wir nicht, dass wir ihn nie wiedersehen würden.
Die Nachricht von seinem Tod hat uns erschüttert.
Wir mochten ihn sehr.
Tears In Heaven (E. Clapton)


