Obwohl der Unterricht an der Freiherr-vom-Stein Schule am Dienstag, den 16.Juni entfallen musste, machte sich die Klasse 7a gemeinsam mit ihrer Deutschlehrerin Tanja Schneider und ihrem Klassenlehrer Thorsten Dinkel trotzdem mit dem Fahrrad auf den Weg ins Stadttheater in Gießen und verband so das „Jubiläumsradeln“ mit Kulturgenuss.

Bereits am 20. April, kurz nach der Premiere des Stückes am 18. April also, hatte sich die Klasse 6a mit ihrer Deutschlehrerin Martina Pietzsch und Klassenlehrerin Caprice Göbel aufgemacht nach Gießen – mit demselben Ziel!

Das Kleine Haus hatte sich an diesen Vormittagen in ein Abenteuercamp im Wald verwandelt- jenes aus Sasa Stanisics preisgekröntem Roman „Wolf“, mit dem sich die Klassen in den Wochen zuvor im Deutschunterricht beschäftigt hatten.

Der Roman, wie die Bühnenfassung, erzählt eine bewegende Sommerferiengeschichte von Mut, Freundschaft und Mobbing- rund um die Hauptfigur Kemi und seinen Klassenkameraden Jörg.

Die sehr unterhaltsame, jugendnahe, peppige und bewegende Inszenierung zog die vorwiegend jungen Zuschauerinnen und Zuschauer auch dank toller schauspielerischer Leistungen, treffsicher gestalteter Charaktere und eines atmosphärischen Bühnensettings in ihren Bann. Nicht zuletzt allerdings ist es die Geschichte, die Sasa Stanisic erzählt, die uns zuhören, zuschauen, mitfiebern und auch innehalten lässt. In einem seiner Interviews rund um die Verleihung des Jugendliteraturpreises spricht der Autor uns alle an, wenn er sagt: „Schaut nicht weg. Seid Komplizen für jene, die keine Komplizen haben. Sprecht miteinander und nicht übereinander!“