

Mit einem beeindruckenden musikalischen Abend eröffnete die Freiherr-vom-Stein-Schule am 1. Juni 2026 die Wetzlarer Festspiele. Das traditionelle Schulkonzert, das bereits zum 44. Mal stattfand, bot den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm aus Klassik, Pop und Rock und machte einmal mehr die herausragende Bedeutung der Musik an der Schule sichtbar.
Ursprünglich sollten beide Konzerttermine im Rosengärtchen stattfinden. Aufgrund der schlechten Wetterprognose für das zweite Konzert am Dienstag musste jedoch kurzfristig umgeplant werden. Bereits das erste Konzert wurde deshalb in die Stadthalle Wetzlar verlegt. Dank des großen Engagements aller Beteiligten gelang diese organisatorische Herausforderung reibungslos, sodass beide Konzertabende vor einem begeisterten Publikum stattfinden konnten.
Zu Beginn des Abends begrüßte Schulleiter Dr. Marcus Schnöbel die Gäste und würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie aller Lehrkräfte und Unterstützerinnen und Unterstützer, die Jahr für Jahr zum Gelingen dieses besonderen Konzertabends beitragen. Sein besonderer Dank galt dabei auch der Elternschaft, deren Unterstützung die musikalische Arbeit der Schule wesentlich mitträgt. Darüber hinaus verwies er auf zwei besondere Jubiläen, die dem Konzert einen zusätzlichen festlichen Rahmen verliehen: Während die Freiherr-vom-Stein-Schule in diesem Jahr auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblickt, feiert das Land Hessen sein 80-jähriges Bestehen.


Im Laufe des Abends präsentierten die verschiedenen musikalischen Gruppen der Schule die Ergebnisse ihrer intensiven und engagierten Probenarbeit. Den Auftakt ersten Konzertteils gestalteten die insgesamt 69 Musikerinnen und Musiker der drei Streicherprojekte der Jahrgangsstufe 5. Mit dem „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier und der „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven überzeugten sie durch Spielfreude, Konzentration und bemerkenswertes musikalisches Können.
Weitere besondere musikalische Akzente setzte zudem das Streicherensemble ebenfalls unter der Leitung von Katrin Burian mit Werken von Antonín Dvořák und Bedřich Smetana. Einen der Höhepunkte des Abends bildete der Auftritt der Solistin Lena Fang aus dem Jahrgang 6. Mit dem „Presto“ aus Antonio Vivaldis „Sommer“ aus den „Vier Jahreszeiten“ stellte sie ihr außergewöhnliches Talent eindrucksvoll unter Beweis und begeisterte das Publikum mit technischer Brillanz und musikalischer Ausdruckskraft.
Einen besonders bewegenden Beitrag gestalteten die Sängerinnen und Sänger des Jahrgangs 5. Mit Nicoles Klassiker „Ein bisschen Frieden“ setzten sie ein eindrucksvolles musikalisches Zeichen für Verständigung, Zusammenhalt und Hoffnung – Werte, die gerade in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung sind. Mit viel Gefühl und großer Konzentration gelang es den jungen Solistinnen, aber auch dem gesamten Jahrgang, die Botschaft des Liedes überzeugend zu vermitteln. Einen gelungenen Kontrast bildete anschließend der moderne Titel „An alle da draußen“ von Sophia. Mit seiner ermutigenden Botschaft von Selbstvertrauen, Mut und Zusammenhalt sprach das Lied besonders die junge Generation an und wurde von den Schülerinnen und Schülern authentisch und mit großer Begeisterung präsentiert.


Für weitere Höhepunkte sorgten die Sängerinnen und Sänger sowie stimmgewaltige Solistinnen und Solisten des Jahrgangs 6, die mit „Komm mit mir ins Abenteuerland“ und „Count on Me“ das Publikum begeisterten und für beste Stimmung sorgten.
Die Chorprojekte der Jahrgänge 5 und 6 sowie der Mittelstufenchor präsentierten unter der Leitung von Beate Koerber und Anja Börner neben bekannten Titeln wie „Top of the World“ und „You Say“ auch das „Hessenlied 2026“. Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Landes Hessen erklang das Hessenlied in einer besonderen neuen Fassung. Der historische Text von Karl Preser wurde von Musiklehrerin Anja Börner neu vertont. So entstand eine musikalische Brücke zwischen Tradition und Gegenwart – in respektvoller Anknüpfung an das ursprüngliche Werk von Albrecht Brede und zugleich mit einem zeitgemäßen Klang für das Hessen von heute. Begleitet wurde die neukomponierte Hymne von der Schulkonzertband mit Gino Riccitelli am Flügel und den Streicherinnen Lena Fang (Violine) und Viktoria Krastev (Violoncello).
Für rockige Klänge zum Ende des ersten Teils sorgten schließlich die Schulbands der Jahrgänge 5 bis 7 sowie 8 bis 10. Mit Klassikern wie „Smells Like Teen Spirit“ von Nirvana und „Creep“ von Radiohead brachten sie die Stadthalle zum Beben und demonstrierten eindrucksvoll die stilistische Vielfalt des musikalischen Angebots an der Freiherr-vom-Stein-Schule.
Nach der Pause begann das Bläserprojekt 5 und zeigte, welche Fortschritte sie bereits in ihrem ersten Jahr des gemeinsamen Musizierens erzielt haben mit Stücken wie „When The Saints Go Marching In“, „Sakura, Sakura“. Auch das Bläserprojekt des Jahrgangs 6 präsentierte sich in hervorragender Form. Mit Paul Lavenders „Rattlesnake!“ und einer Bearbeitung von Tschaikowskis berühmter „Ouvertüre 1812“ beeindruckten die jungen Musikerinnen und Musiker durch ihre musikalische Reife. Kaum zu glauben war dabei, dass die meisten von ihnen ihr Instrument erst seit weniger als zwei Jahren erlernen.


Anschließend überzeugte das Bläserensemble ebenfalls unter der Leitung von Martina Pietzsch mit einem beeindruckend ausgewogenen Klang mit den Bearbeitungen von „Africa“ und „Nessun Dorma“. Beide Arrangements stammten von ehemaligen Schülern der Freiherr-vom-Stein-Schule und zeigten eindrucksvoll die nachhaltige Verbundenheit vieler ehemaliger Schülerinnen und Schüler mit der musikalischen Arbeit ihrer Schule.
Mit „Boulevard of Broken Dreams“ und „Hit the Road Jack“ setzte der Jahrgang 8 moderne Akzente. Die musikalischen Darbietungen wurden durch kreative szenische Elemente ergänzt und sorgten für einen besonders unterhaltsamen Auftritt.
Großen Applaus erhielt auch der neu gegründete Lehrerinnenchor. Mit Sarah Connors „Wie schön du bist“ gelang dem Ensemble eine berührende und gefühlvolle Interpretation. Einen besonderen Anteil daran hatten die samtig-warme Stimme der Solistin Kristina Rebstock sowie die einfühlsame Klavierbegleitung von Gino Riccitelli.
Auch die Musikkurse der Jahrgänge 9 und 10 überzeugten gemeinsam mit ihren Solistinnen und Solisten durch ausdrucksstarke Interpretationen von „Wind of Change“ und „To Be with You“. Darüber hinaus führten Schülerinnen und Schüler des scheidenden Jahrgangs mit professionellen, informativen und zugleich unterhaltsamen Moderationen durch das Programm und trugen wesentlich zum gelungenen Verlauf des Abends bei.
Die Gesamtleitung des Konzerts lag wie gewohnt in den Händen von Musiklehrer Gino Riccitelli. Gemeinsam mit den Musiklehrkräften Anja Börner, Katrin Burian, Beate Koerber, Viktoria Krastev, Martina Pietzsch und Sabine Uhl, den zahlreichen externen Instrumentallehrkräften, dem Band-AG-Leiter Marcel Rudert, der Schulkonzert-Band, dem Organisationsteam sowie den Technik- und Lichtteams wurde ein Konzertabend gestaltet, der eindrucksvoll zeigte, welchen hohen Stellenwert musikalische Bildung an der Freiherr-vom-Stein-Schule besitzt. Für den hervorragenden Ton sorgte erneut Thorsten Schauss, dessen Arbeit maßgeblich zum professionellen Charakter der Veranstaltung beitrug.


Zum Abschluss vereinten sich noch einmal alle Mitwirkenden auf der Bühne. Mit Robbie Williams’ „Angels“ und dem traditionellen „Steinschul-Song“ fand ein Konzert seinen stimmungsvollen Ausklang, das nicht nur musikalisch auf höchstem Niveau überzeugte, sondern auch den besonderen Gemeinschaftsgeist der Schulgemeinde sichtbar machte. Die lang anhaltenden Ovationen des Publikums waren der verdiente Lohn für monatelange Probenarbeit, großes Engagement und die Leidenschaft aller Beteiligten.
Das 44. Schulkonzert hat damit eindrucksvoll gezeigt, warum die Freiherr-vom-Stein-Schule als Schule mit Schwerpunkt Musik und als Profilschule Kulturelle Bildung – Musik seit vielen Jahren weit über die Region hinaus für ihre lebendige, vielfältige und erfolgreiche musikalische Arbeit bekannt ist. Zugleich bildete die Veranstaltung einen würdigen Auftakt der Wetzlarer Festspiele und einen weiteren Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Schule. Die Fachschaft Musik dankt allen mitwirkenden Schülerinnen und Schülern, Ehemaligen und externen Musikerinnen und Musikern, allen Helfern und Unterstützern wie Eltern und Kolleginnen und Kollegen anderer Fachschaften für die Aufsichten, Dirk Sommerfeld für die Fotos, der Schulleitung und den Wetzlarer Festspielen.




































